Geothermie

Geothermie-Anlage auf dem Henrichgelände

Die von der Stadtbetriebe Siegburg AöR betriebene geothermische Anlage auf dem ehem. "Henrichgelände" in Siegburg hat im Mai 2011 den Betrieb aufgenommen.  Untersuchungen im Vorfeld hatten mittels eines sogenannten Thermal Response Test gezeigt, dass das Erdreich an dieser Stelle für den Bau einer geothermischen Anlage besonders geeignet ist.

Unter der heutigen Tiefgarage Facharztzentrum sind auf einer Fläche von ca. 3.600 m² 40 Geothermiesonden bis in eine Tiefe von 135 Meter vergraben. Die Sonden gewinnen aus dem in dieser Tiefe vorhandenen Energiepotential Kälte- und Wärmeenergie, mit welcher das auf dem Henrichgelände errichtete SiegburgMed – Facharztzentrum Rhein-Sieg versorgt wird. Die Leistung der Geothermieanlage liegt sowohl im Heiz- als auch im Kühlfall bei 250 kW. Im Jahr 2012 hat die Geothermieanlage insgesamt rund 245.000 kWh Kälteenergie und 450.000 kWh Wärmeenergie produziert.

Die Geothermieanlage basiert im Grundsatz auf dem Prinzip des „Geben und Nehmen“: Der im Winter stattfindende Wärmeentzug für Heizzwecke wird im Sommer durch Rückkühlung für den Kühlbetrieb kompensiert. Nur so ist sichergestellt, dass der Energiehaushalt des Bodens nicht langfristig beschädigt wird.

Neben dem Erdsondennetz ist für Spitzen in der Kühl- und Heizleistung eine geothermische Wärmepumpe installiert. Somit ist selbst im Hochsommer und im tiefsten Winter eine Regulierung der Raumtemperatur im Facharztzentrum zwischen 10° C und 30° C möglich. Die Regelung und Überwachung der Sondenanlage und der Wärmepumpe erfolgt vollkommen autark mittels modernster MSR-Anlagen (Messung, Steuerung, Regelung).


Geothermieanlage auf dem Henrichgelände in Siegburg
Geothermieanlage auf dem Henrichgelände in Siegburg